Bericht aus Frankfurt am Main

_DSC4846Ladio Veron im Weltkulturmuseum

Seit Januar hat Sukupira – Initiative von Menschenrechte in Brasilien* zusammen mit Tribunal Popular Vertreter von Städten in Deutschland gesucht, die Ladio Veron empfangen können. Erfolgreich konnten wir weitere Städten Kontakte knüpfen. Hier in Frankfurt konnten wir uns mit Patricia Scheld, Petra Bös, Teresa Luisa S. Frossard, Claudia Biner, Dr. Mona Suhrbier und Arno Holl von Weltkulturmuseum und Centro Cultural Brasil Frankfurt treffen. Ein Interview der FAZ mit David Klaubert machen. Durch die hervorragende Arbeit von Lerinha Gomes konnten wir Kontakte zu: Die Linke, Klima-Bündnis und der Denkbar herstellen.

Der Film Agrokalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam, wurde am 19.04.2017 von Sukupira und Lerinha Gomes in der Denkbar gezeigt, um in das Thema einzuführen.

Der Kazike Ladio Veron und Jordi Jesse kamen am 03.05.2017 nach Frankfurt am Main. Am Nachmittag nahm Ladio an einem Gespräch mit Abgeordneten der „die Linke“ Fraktion teil. Bevor er über das Problem der Guarani-Kaiowas sprach, legte er einen Brief vor, in dem er die Linke Fraktion dazu aufforderte, ihn an das Parlament weiterzuleiten. Er zielte damit darauf ab, dass das Problem der Guarani-Kaiowas auch im Parlament thematisiert werden könnte. Sie schlugen vor, dass sie häufiger über das Thema informiert werden und regten die Gestaltung eines Netzwerks für KG an, damit sie  das Thema stärker in der Öffentlichkeit präsentieren könnten.

Abends hielt Ladio Veron im Weltkulturenmuseum einen Vortrag, bei dem etwa 80 Leute erstaunt zuhörten, wie Ladio Veron darüber berichtete was zurzeit der indigenen Bevölkerung angetan wird. Nach dem Vortrag konnte das Publikum mehr Details erfahren, indem sie mit ihm persönlich sprachen. Es wurde eine Petition von dem Publikum unterschrieben, die zum Parlament weitergeleitet wird.  Auch im Weltkulturenmuseum wurde Ladio von dem chilenischen Filmmacher Giorgio Vargas interviewt.

Am 04. Mai interviewte David Klaubert von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) Ladio Veron. Siehe http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/gespraech-mit-indigenem-anfuehrer-in-brasilien-15011095.html

Die Bedürfnisse und Gefahren der GK wurden aufgelistet und fotodokumentarisch gezeigt, um konkrete Unterstützung durch  Aktionen in Europa zu erhalten. Eine Woche später war es für Ladio möglich mit Thomas Bose vom Klima-Bündnis in einer Webkonferenz zu reden und ihm seine Anliegen zu erläutern.

Zusammenfassend konnte Ladio Veron zu wichtigen Unterstützern Kontakt aufnehmen und somit sein Netzwerk erweitern.

 

* Von  der Initiative von Menschenrechte in Brasilien (SUKUPIRA) gründeten wir im Juni 2017 in Frankfurt am Main ABÁ e.V. – den Arbeitskreis für brasilianische Menschenrechte. ABÁ bedeutet in der Sprache der Tupi-Guarani “Mensch”. Unser Verein engagiert sich für die Rechte von Menschen bzw. Menschengruppen, die von der brasilianischen Politik benachteiligt und missachtet werden, wie die Guarani- Kaiowás.

 

Von Adriana Maximino dos Santos

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